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SteuerExTra-Forum: Das Forum für die Steuerberaterprüfung!
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Tabu-Thema
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03.01.12 14:49
baltenrosi 

registriertes Mitglied

03.01.12 14:49
baltenrosi 

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Re: Tabu-Thema

40 TEUR klingen auf den ersten Blick sicher nicht viel, sind aber meiner Erfahrung nach auch kein Hungerlohn, wenn man nicht gerade in Frankfurt oder München arbeitet. Angebot und Nachfrage bestimmen auch in unserer Branche den Preis. Daher ist vor Gehaltsverhandlungen ratsam:

- sich einen Marktüberblick - am leichtesten anhand der zahlreichen Online-Gehaltsstudien - zu versch***n,

- die Situation vor Ort durch persönliche Kontakte zu eruieren,

- sich zu überlegen, welche Alternativen man hat, wenn man nicht zu dem genannten Preis arbeiten möchte, und

- immer auch etwaige Sonderzahlungen, nicht monetäre Vergütungsbestandteile, Fortbildung und Entwicklungsmöglichkeiten zu berücksichtigen.

Bei allem würde ich selbst auch immer die eigenen Lebenshaltungskosten bedenken. In Frankfurt a. M. zahlt man z. B. für eine durchschnittliche 3-Zimmer-Wohnung in sozial unbedenklicher Lage ca. 1.000 EUR, für das ÖPNV-Monatsticket ca. 80 EUR und für ein Essen mit Getränk im Restaurant selten unter 20 EUR, von der Kinderbetreuung ganz zu schweigen. Allerdings wäre ich vorsichtig, damit in der Gehaltsverhandlung zu argumentieren. Denn z. B. aus dem nicht gerade günstigen Hamburg hörte ich, dass die Bewerbernachfrage dort sehr stark ist und die Gehälter daher häufig nicht überdurchschnittlich hoch sind.

Dennoch muss die Devise nach Bestehen dieses schwierigen und teuren Examens natürlich lauten: Nicht unter Marktwert verkaufen!


Tipp: Personalvermittler, die auf die StB-Branche spezialisiert sind, kontaktieren. Die können nicht nur über alternativ in Frage kommende Vakanzen, sondern meist auch über Vergütungsbandbreiten Auskunft geben.

Zuletzt bearbeitet am 03.01.12 18:08

07.01.12 10:36
Gast

nicht registriert

07.01.12 10:36
Gast

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Re: Tabu-Thema

Meines Erachtens sind 40.000 zu wenig. Ich habe bereits als Nicht-Steuerberater und Berufseinsteiger deutlich (über 50k) mehr verdient, als nicht Jurist. Wobei man auch das Tätigkeitsfeld und die Kanzleigröße berücksichtigen muss. In der M&A-Branche wird sicherlich etwas mehr bezahlt aber auch mehr verlangt. Als Steuerberater würde ich in Großstädten wie Hamburg, Frankfurt oder München um die 60k bis 70k anstreben (mein Freundeskreis bewegt sich im Rahmen von 65 plus Boni). Als M&A-Spezi könnte auch ggf. ein höheres Gehalt verlangt werden, abhängig von der Kanzleigröße (z.B. eine Großkanzlei wie Freshfields oder Gleiss Lutz etc., die durchaus je nach Erfahrung zwischen 80k-90k, manchmal sogar 100k zahlen). Wenn du in ein "normales" Unternehmen gehen würdest, wären w´scheinlich im Normalfall nur 50k bis 60k möglich. Dies sind meine eigenen Erfahrungen, die sicherlich je nach Qualifikation von anderen abweichen können. Hoffe damit dir ein wenig Hilfe geben zu können.

Gruß und allen viel Erfolg bei den anstehenden Prüfungen!

08.01.12 18:07
Gast

nicht registriert

08.01.12 18:07
Gast

nicht registriert

Re: Tabu-Thema

40 TEUR sind definitiv zu wenig; soviel verdient man schon als stinknormaler Prüfungsassi mit vielleicht ein oder zwei Jahren Berufserfahrung. Ich bin nach bestandenem Steuerberaterexamen bei einer mittelgroßen Kanzlei mit circa 50 TEUR eingestiegen, dazu noch Bonus (circa 1 Gehalt extra). Habe allerdings auch noch ein Wirtschaftsstudium abgeschlossen. Ich denke, dass 50 TEUR normal für einen bestandenen Steuerberater sein sollten; unter Wert sollte man sich nicht verkaufen. Immerhin ist die Prüfung sehr schwer und sehr anspruchsvoll, die Vorbereitung dauert lange und die Kosten sind natürlich auch nicht zu unterschätzen. 40 TEUR kriegt man teilweise schon als normaler Buchhalter....

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09.01.12 17:28
huey

nicht registriert

09.01.12 17:28
huey

nicht registriert

Re: Tabu-Thema

Also - das Gehalt hängt natürlich nicht unerheblich mit Geld zusammen, das man verdient. Größenordnung waren vor 3-4 Jahren (da habe ich mich das letzte mal beworben) ungefähr das 2,5 bis 3fache des Gehaltes.

Bei einem Gehalt von 40 T€ würde das also ca. 100 bis 120 t€ Umsatz bedeuten. Und da würde ich dann auch einharken beim Gehaltsgespräch. in dem man sagt, das es z.B. ab 100 t€ Umsatz ein Tantieme von 30 % des übersteigenden Betrages gibt.

Dann hatder STB seinen Teil verdient und vom übersteigenden gibts nen ordentlichen Motivationsanteil.

40 T€ halte ich im übrigen auch als zu wenig. Als ich vor 11 Jahren nach dem Berater beworben habe, habe ich mit 60T€ angefangen und fand das auch als absolut angemessen (da gab es auch insoweit keine Diskussionen mit den Kanzleien, die mich wollten).

09.01.12 20:32
bay-StB

nicht registriert

09.01.12 20:32
bay-StB

nicht registriert

Re: Tabu-Thema

Hallo Leute,

ich bin ja der Meinung, dass das Gehalt natürlich auch mit der Qualität des StB zusammenhängt. Also - z.B. auch mit der Note. Bei den Juristen ist es ja auch Gang und Gäbe.

Beim Gehalt spielt natürlich auch die Grösse der Kanzlei und die zu erzielenden Umsätze mit rein - aber letztendlich ist es häufig so, dass StB mit guten Noten, die die Prüfung auch im ersten Anlauf geschafft haben, als die besseren StB darstellen und entsprechend auch mehr bekommen .

Natürlich gibt es da auch Ausnahmen geben - aber das sind nunmal halt Ausnahmen und nicht die Regel.

10.01.12 06:20
baltenrosi 

registriertes Mitglied

10.01.12 06:20
baltenrosi 

registriertes Mitglied

Re: Tabu-Thema

@bay-StB:
aber letztendlich ist es häufig so, dass StB mit guten Noten, die die Prüfung auch im ersten Anlauf geschafft haben, als die besseren StB darstellen und entsprechend auch mehr bekommen .

... Dass das gängige Praxis sein soll, lese ich zum ersten Mal. Die Note der StB-Prüfung mag ein zusätzliches Auswahlkriterium sein, wenn ein potentieller Arbeitgeber sich nicht zwischen zwei ansonsten gleich in Frage kommenden Bewerbern entscheiden kann. Aber meiner Wahrnehmung nach absolviert man die StB-Prüfung - im Unterschied zu den juristischen Examina - nicht "auf Note", sondern hier geht es im Wesentlichen um das Bestehen.

Richtig ist, dass Mitarbeiteranzahl und Tätigkeitsort des möglichen künftigen Arbeitgebers entscheidenden Einfluss auf die Vergütung haben. Daher kann ich mir vorstellen, dass TEUR 40 p. a. Fixum z. B. in einer 2-Mann-Kanzlei in wirtschaftlich schwacher Region durchaus marktgerecht sind, wohingegen ein StB in einem Ballungszentrum wie z. B. Frankfurt im Durchschnitt nahezu das Doppelte verdient.

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10.01.12 14:45
NaNu

nicht registriert

10.01.12 14:45
NaNu

nicht registriert

Re: Tabu-Thema

Ich halte 40 T auch für zu wenig. Ich verdiene als Bilanzbuchhalter (erst letztes Jahr bestanden) ja schon 39.000 € und das bei einem Steuerberater...

10.01.12 14:52
Gast

nicht registriert

10.01.12 14:52
Gast

nicht registriert

Re: Tabu-Thema

Nach Statistik LSWB (Landesverband Bayern) 2010:
angestellter StB in Tausend:
1. Jahr: 41,09 mit Standardabweichung 12,22
2./3. Jahr 54,61 / Abw: 13,96
4./6. Jahr 55,93 / Abw: 9,89
7./9. Jahr 64,61 / Abw. 20,53

Also: unter Beachtung der regionalen Verhätlnisse muss man das relativ sehen. Gerade die Standardabweichung zeigt, dass die Bandbreite hier erheblich ist...

17.01.12 18:45
Gast

nicht registriert

17.01.12 18:45
Gast

nicht registriert

Re: Tabu-Thema

40T € sind auf jeden Fall zu wenig.. als Fachwirt verdiene ich hier in Bayern bereits 39T €... Und das nicht mal in München oder direkten Umgebung sondern in Niederbayern...
Es kommt zwar immer auf die größe der Kanzlei an, aber der bundesweite Durchschnitt liegt glaub ich beim Einstiegsgehalt von 53T€... hab ich mal gelesen.
Wie es bei mir aussieht, weiß ich nicht. Die mündliche Prüfung steht bevor und die Verhandlungen beginnen natürlich erst danach, bzw. kurz vorher bekomm ich erst das Angebot..

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17.01.12 19:39
auch Gast

nicht registriert

17.01.12 19:39
auch Gast

nicht registriert

Re: Tabu-Thema

kommt vielleicht auch auf die Arbeitsbelastung an:

40 T€ bei geregelter 30 Std. wäre ganz ok

bei 60 Std Woche wäre es definitiv zu wenig !


Aber mal im Ernst, das hängt ja auch davon ab, wieviel du jetzt verdienst. +20-25% sollten es schon ganz gerne sein mit dem Stb. Titel oder ?

Gruss

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